Damensauna – der Niedergang des Mannes

4 10 2009

Wo ist eigentlich das Wort Frau in Emanzpation. Nirgends, dafür aber ein „man“ – englisch für Mann. Und es wird langsam Zeit , dass wird uns diese Bewegung zurückholen. Auslöser ist bei mir das Wort: Damensauna.

Da könnte ich doch schon allein die 47. Division rufen und Torquemada noch einmal die Inquisition durchziehen lassen. Damensauna. Warum gibt es sowas? Warum reicht nicht einfach eine Sauna für alle?

Na klar. Weil wir Kerle allesamt widerliche Spanner und Voyeurverbrecher sind, welche auf jedes paar begaffbare Brüste starren, so abgehangen sie auch sein mögen. Deswegen brauchen die Muddis eine Beschützungszone vor den animalischen Gedankenverbrechern und Lüstlingslümmeln. Eine: Damensauna.

Sauna 02

Na schön, wenn die Mädels unter sich schwitzen wollen, dann müssen wir uns wenigstens nicht das Geseier über Kuche, Tampons und Daily Soaps anhören. ABER !!!!

Warum gibt es denn dann keine Herrensauna? Mit Fernseher und Jonny Walker getränkten Kohlen?

Warum gibt es Frauenbeauftragte und keinen Männerbeauftragten in der Regierung?

Warum gibt es bei Schuhen eine Supernova von Farben und Formen für Frauen,  den ganzen Regenbogen hoch und runter und ein paar neckische Zusätze wie Stickereien, Steinchen und verdammte Blumen obendrauf? Und für Herren: Braun und Schwarz. Halbschuh. Danke schön, raus hier! Was ist da mit der Diskriminierung? 

Was ist mit uns passiert: Wir Mamutjäger, wir Wasserkistenschlepper, wir Möbelschieber und Spinnenwegmacher. Die Felsen, die Beschützer, die Herrschaft? Wann würden wir eigentlich sozial kastriert? Na eben spätestens mit der Damensauna.

Zeiten der Gleichberechtigung? Ziehen Sie die Spühlung meine Herren. Wir Stummelschwänzchenhasen haben den Krieg gegen das Weibstier verloren. Wir sind die Bösen. Die sind die Beschützten.

Als weisser heterosexueller Mann hast Du die Arschkarte der ganzen Welt. Du bist Schuld an : ALLEM! Alles, aber auch alles kannst Du uns in die Schuhe schieben. Keiner schreit.

Du brauchst heutzutage nur nach einem Hausmeister zu suchen schon verklagen Sie Deinen Arsch auf Unterdrückung des weibliches Geschlechts. Was ist mit einer HausmeisterIN? Ja will doch keine machen? Egal , Du wirst verklagt und zahlst.

Für alles gibt es Demos, gibt es Bewegungen, gibt es aufschreiende Aktivisten. Der weisse Mann könnte brennen und es würde noch nicht einmal jemand spucken. Nein ich bin nicht in der NPD und mir ist es egal was jemand für eine Hautfarbe hat. Aber bei einer Sache, da platzt mir die Wurst.

 

Damensauna.

Jungs, damit sind wir offiziell alle als potentielle Perverse erklärt worden und keiner macht was. Ich fordere Herrensaunen in aller Welt.





Supermarkt ist hart

30 09 2009

Ich mag die Großen. Aldi oder Kaisers oder Edeka. Die geben mir viel für einen schmalen Taler. Was aber die Herren und Damen Lebensmittelmagnaten nicht wissen: Ihre Läden gehören ihnen gar nicht mehr. Jedenfalls laut Wurstfachfrauverkäuferin. Schonmal aufgefallen? Gibt man in einem halbwegs gradlinigen Deutsch seine zarte Bestellung über den Fettfingerabdrucktresen aus Plexiglas zu Gehör, dann gibt es gerne mal ein: „Hab ich heut nicht bei!“ Oder „Krieg ich erst Dienstag wieder rein“.

Aha! „Ich“!  Der Massenkonsumanbieter hat also den Krieg verloren und der Laden gehört jetzt Trulla Wurstpelle persönlich. Ich möchte an dieser Stelle dem Anmaßungskaries der deutschen Verkäuferschicht den Zahn ziehen. Du, meine liebe Leberwursttierschlächterin, bist in diesem Kreislauf gar nichts.

Die Supermarktkette oder allenfalls der Herr Filialleiter oder eher noch Herr Aldi persönlich, dem der Schuppen ,seine Ware und ja auch Dein Arsch gehören, der kriegt am Dienstag eine Lieferung. Ich frage mich wie Miss Kittelschürze in Zeltgröße überhaupt drauf kommt, sich in diese Position hineinzuwichteln? „Hab ich heut nicht geliefert bekommen.“

Aber nun mal im Klartext: Du mache Wurst tot und verkaufe dann! Ein „Hab ich nicht mehr“ kannst Du auf die Frage nach einem knackigen Hintern oder nach einem anständigem Leben ausserhalb von Sülze, Blondierungsmittel und dem Feierabendjägermeister als Antwort gelten lassen, aber nicht auf die nach den Lagerbeständen eines weltweiten Großkonzerns, dessen Nummer 1.134.577 Du auf der Stempelkarte tragen darfst.  

So. Und auch wenn ich künftig nur mit Bleiweste auf die Schweinskopfsülzendealerinnen dieser Welt treffen darf, das musste mal raus.

Und wenn ich schon dabei bin. Die Uschis an der Kasse. Ich habe Neuigkeiten für Euch: Wenn ich ganz offensichtlich den Umzugswagen oder die 30 Trägersklavinnen ausm Orient nicht dabei habe, dann ist die überteuerte Plastiktüte, die ich da ordentlich aufs Band drapiert habe, wohl ziemlich eindeutig für den zügigen Abtransport der gleich zu bezahlenden Waren gedacht. Wie wäre es, um einen reibungslosen Verlauf der Kassentätigkeit zu gewährleisten, wenn Ihr diese Tüte als ERSTES über den Piepstrahl Eures Hoheitsgebietes zieht und dann erst den Rest von dem Gelumpe. Dann kann ich nämlich sofort alles ordnungsgemäß eintüten. Aber auf sowas kommen die gar nicht. Da wird erstmal der ganze zu kurz geratene Auslaufbereich der Kassierstelle vollgepackt, um dann am ENDE gnädigerweise das Plastebeutelchen ausgehändigt. Und mir wird die Panik aufgeladen, innerhalb der Zahlungszeremonie das Förderband hektisch von allen 32 Gegenständen  zu befreien.

Denn hinter mir warten nämlich schlecht gelaunte Midlifemuddis in Ihren kik Klammotten, deren erbeutetes Supermarktjagdgut nun auf mein neues Eigentum losgelassen wird. Alles durcheinander, von hinten wird unnachgiebig nachgeschoben, griesgrämige Augen schauen mich ob meiner Lahmarschigkeit an und am Ende der hastigen Vertütung sind die Eier kaputt.

Supermarkt ist echt ein hartes Pflaster.





Wahlkrampf

12 09 2009

An meinem Briefkasten steht doch in aller Deutlichkeit: „Keine Werbung“. Jetzt trudelte doch die Tage wieder sowas ein: eine Werbung für eine „Wahl“. Die nannten es Benachrichtigung. Ein Wolf im Schafspelz dessen Dreistigkeit gleich in den ersten Zeilen mir die Zähne entgegen fletschte. Ich soll denen meine Stimme geben. An einem Sonntag auch noch. Und ich soll mich auch noch gefälligst dahin bemühen. Nicht genug der Dreistigkeit, obendrein erwähnen sie mit keinem Wort, was ich dafür kriege.

Oder besser_  warnen mich. Ich habe mal nachgeschaut.

Ich kriege einen Politiker.

Wer will das denn? Menschen in Anzügen, die jedem Spaß ein Ende machen? Und denen soll ich jetzt auch noch meine Stimme geben? Das wird ein kalter Tag in der Hölle sein, bevor ich sowas mache.

Ich kann doch mit meinen Körperfunktionen doch viel nützlichere Dinge tun als meine Artikulationsvibrationen einem windigen Sesselfurzer in den Rachen zu werfen.

Dem Penner in der S1 zum Beispiel. Der kriegt meinen Atem, denn der hat einen frischen Wind höchst dringend nötig. Der S Bahn Vorstand braucht ja grad ganz dringend Angstschweiß _ da kann ich gerne was liefern, wenn da Engpass besteht _ ja so bin ich.

Das einzige was ich einem Politiker geben würde ist meine Langeweile. Da habe ich das Gefühl , dass die im EU Parlament ein äußerst großen Bedarf davon haben. Und auch sollten. Stellt Euch mal vor die haben plötzlich keine mehr und fangen an Dinge zu tun. Da blitzt mir ja die Panik in der Pupille. Aktive EU Parlamentarier _ da sind wir ja nur einen Wimpernschlag entfernt von genormten Gewitterwolken und einer Orgasmussteuer. Neee, die können meine Langweile gerne haben, plus meinem schlechten Gewissen _ ebenfalls Mangelware in diesen Kreisen.

*Ich denke ja, sollte ein Mensch den Wunsch haben Politiker zu werden, muss es ihm sofort verboten werden einer zu sein. Denn was solchen Menschen mit unsere kleinen Stimmen machen, das weiss jeder , der das Prinzip mit dem kleinen Finger kennt.*

Geht ruhig hin zur Wahl, aber gebt denen nicht Eure Stimme. Lasst was anderes da, was Ihr nicht mehr braucht. Ich hab gehört , dass Politiker zum Bauen jede Menge Schei…… brauchen.





Aqua Gym

1 03 2009

Es gibt ja Dinge im Leben eines Menschen, die sind erst beim genauen hinsehen komisch. Dieses gehört nicht dazu. Beim Aqua Gym im Fitnessstudio unseres Vertrauens springt einem die Groteske mitten ins Gesicht.


Ich war heute wieder Zeuge einer solchen vollschlanken Versammlung und kann nun nicht an mich halten, es muss raus.

Ort des Geschehens

Ich finde zuallererst, dass die Betitelung Aqua Gym viel zu vorteilhaft ausgewählt wurde: Happy Hyppo Hüpfen trifft das viel besser oder Potwalplantschen, lässt sich aber nicht so gut vermarkten.
Ich schwimme also meine Bahnen, in Frieden, an nichts Böses denkend, da sehe ich die Herde langsam auf mein Wasserareal zu steuern. Ich denk noch, dass der Zoo seine Sicherungskonzepte überdenken soll, sehe aber dann die quirlige Trainerin mit Ihrer Musikbox und Headset und flottem Stirnband am Beckenrand werkeln und weiss es ist soweit:

Binnen weniger Minuten wird der Wasserspiegel um mehrere Meter steigen und die Luft erfüllt sein von billigen DJ Bobo Motivations Dancebeats, viel zu laut und zerrig aus den ächzenden Boxen dröhnend. Das sieht aus nach: *tättää*

Aqua Gym!!!!

Und ich liege richtig. Die weiblichen Öltanker lassen sich in das Wasser herab und man sieht den seeligen Ausdruck von Gewichtserleichterung in Ihren Augen. Tja unter Wasser haben wir doch alle gefühlte Kleidergrösse 38.

*frage mich grad ob die dargebotene badeanzugwahl in der zeltabteilung oder bei den lkw-planen angeboten wird*
Dann schien das loszugehen. Die LSD Hüpfdohle am Beckenrand schreit in ihr übersteuertes Mikro. „So Ladies!“

*schaue mich erfreut um, dass doch irgendwo lecker mädsche in die halle gekommen sind und werde entäuscht. miss power meinte tatsächlich die säugetierinnen im wasser*

Gabriele, Uschi und Gudrun und wie die Mit40iger in XXXXXl immer so heissen, kämpfen mutig gegen die böse Wasserverdrängung an, um sich einen guten Platz zu sichern und freuen sich sichtlich drauf, sich mit möglichst wenig Leiden wieder etwas zu erarbeiten, was man biologisch Körper nennen kann und wofür der Vaddi auch mal wieder 20 Minuten früher aus der Kneipe kommen will. Aber sie werden enttäuscht. Vom Beckenrand plärrt es gnadenlos: “ Das muss Euch richtig weh tun hier!“

*denke mir, dann reicht es ja schon an der seite zu sitzen und zuzuschauen*

Die Tschakka Trulla verfällt kurzfristig in die Stimmlage eines Unterfeldwebels bei der Begrüßung neuer Rekrutenopfer zur Grundausbildung: „Ich habe drei Lieblingswörter _ höher, schneller, weiter!“

*als ich sie vorher noch in Stiefel und YSL Täschen gesehen habe, da dachte ich noch ihre schlagworte wären eher „dran, drauf, drüber“, aber so kann man sich irren*

Und kaum waren die ersten Klänge des Eurodance Beats aus den 90er, die wir damals schon unsäglich fanden, erklungen, schon wogten die Wellen, die Gischt spritzte und der Wasserwiderstand gab entnervt auf. Die menschlichen Exxon Valdez Schwergewichte hatten sich in Bewegung gesetzt und gaben alles was sie hatten. Von einem Bein aufs andere hüpfen. Wow. Es ist ein herrliches Bild wie 30 Babyelefanten im Wasser auf und nieder wippen und dabei im Gesicht diesen ambivalenten Ausdruck von „mir machts Spass, glaube ich, weiss aber genau wie bescheuert ich grad aussehen muss“ haben. Ich stelle mir vor, wie Heinz Sielmann hinter einer Sonnenliege versteckt in eine Kamera berichtet: „Sie sehen hier diese majestätischen Tiere, deren Körper jahrelang der eisernen Schwerkraft ausgesetzt waren.“

*ich bin aber hier alleine auf den liegen und deswegen wende ich mich dem eigentlichen vergnügen zu. das findet ausserhalb des wassers statt.*

Hast Du schonmal drauf geachtet wie bizarr und losgelöst Aqua Gym Trainer bei der Ausübung ihres Berufes aussehen? Die machen nämlich diese ganzen grenzdebilen Bewegungen ohne den gnädigen Sicht-Schutz des Wasser vor. Jahaa. Die hüpfen und hopsen und rudern mit den Armen und erinnern eher an den Balztanz der Tropenente oder merkwürdige russische Rituale, die nach einem Liter Vodka aufs Parkett gesemmelt werden. Die sind sich dabei für nichts zu Schade. Hüpfend, strampelnd, wedelnd.

*ist dir schonmal aufgefallen, dass es im schwimmbad keine spiegel gibt. das ist der grund. aquy gym . wenn sich da jemand bei sieht, haijaijai.*
Mit „Yeah“ und „schneller“ und „Knie hoch“ peitscht die quirrlige Quältante ihre armen Opfer an den Rand des Kollaps. Würde man so mit echten Walen umgehen, wäre längst Greenpeace mit´m Schlauchboot am Start.
Wie überall im Leben, gibt es natürlich die Vögel, die denken, sie kämen mit dem Weg des geringsten Widerstandes an ihr Ziel. Auch hier. Die Mitglieder der Gattung Tyrannosaurus Femininus aus der Familie der Tortenfresser stehen ganz hinten und denken sich mit ein wenig Plantschen ist die Sache getan und nach 5 Besuchen sitzt das Brautkleid wieder. Diesen Doppelwhoppern in strapazierfähiger Nylonhülle sitzt aber die Gier nach dem nächsten Stück Eierschecke direkt hinter der Pupille. Man möchte ihnen zurufen: Mädel anstatt mir meine Schwimmbahn zu blockieren, da lass doch nächste Mal beim Kränzchen einfach das Kilo Schlagsahne weg und sag nach dem 8 Stück freundlich Stopp.

*man wird aggresiv bei sowas. Denn diese weiblichen berge begrenzen ja nicht nur die ausübung meines sportes sondern sitzen ja im flugzeug auch gerne mal neben mir. und während ihre fleischwulst langsam in meinen sitz überquillt, schleudern sie ohne scham die packung erdnüsse mit einem wurf in ihren schlund. ohne reue, zumindest ohne sichtbare.*


Weisst Du was ich gerne mal tun würde? Beim Bäcker, wenn eine dieser Dolomitendamen bestellt: „5 Croissants und 10 Mohnkuchen, ach nee 15, wir sind ja heute zu dritt!“, hingehen und einfach nur beschwörend die Augenbrauen hochziehen und: „Na na na na na!“

Aber auf der anderen Seite weiss man ja auch wie gefährlich Rhinozerosse sind. Ich lass es lieber und warte bis mein Schwimmbecken wieder frei ist. Leider ist es nach dem Eintauchen der Monstermamas meist auch frei von Wasser.

Schöne Woche

PS: Und an alle Rechtschreibmuddis:  Silence !





Will auch mal Tunte sein

30 01 2009

Es gibt Dinge im Leben einer Hete, die sollte kann man wissen und manche, die muss man wissen.

Wenn man zum Beispiel gerne mit „Schwuchtel“ oder “ Tunte “ jemanden betitelt, dann muss man wissen, was man da eigentlich von sich gibt.

*sehe grünkarierte pullover mit cordhosen und grünensticker vor mir, die eifrig nicken und eine hasstirade gegen die diskriminierung von gleichgeschlechtlicher liebe erwarten. pisst euch ver*

Mir geht es hier um die korrekte Benutzung von Beleidigungen dieser politisch selbstredend unkorrekten Art und Weise für die man sicher und zurecht in die Hölle kommt. Denn da kann man eine Menge falsch machen und auf dem Weg zum coolen Flucher , steht man plötzlich als fossiler Depp da. Und nur weil man jemand artig beleidigen wollte.

Als ich mir mein Fegefeuer Ticket gelöst habe, saß ich in einem Auto und schnitt einen dieser assozialen Fußgänger, die 0,3 Millisekunden vor der Fussgängerotphase doch noch auf die Strasse huschen und dann bei Rot gemächlich , da ja legal, über die Strasse aufreizend flanieren. Hier fiel mir der possierliche Ausdruck „Schwuchtel“ aus den Lippen.  Mein schwuler Besserwisserbeifahrer bat mich danach rechts ranzufahren und ich bekam eine äußerst interessante Abhandlung über Termini der Schwulenbetitelung….

Also:

In der Mitte sind die Schwulen, oder auch Schwestern oder auch Tunten genannt. Hierbei handele es sich um Männer, die durchaus noch als ganze Kerle durchgehen, ohne dauerhaft abgeknicktes Handgelenk, die einfach auf Männer stehen, so mein wissender Beifahrer. Die praktizieren kein Haititai sondern sind einfach nur stinklangweilig gleichgeschlechtlich orientiert. Was , das sei hier unterstrichen, völlig ok ist.

*überlege mir ob ich den letzten satz nur gebracht habe , um nicht in ein paar tagen von ein paar rosa strumpfbändern erwürgt im teltowkanal gefunden zu werden.*

Ein paar Schritte von der Schwester in die feminine Richtung gibt es dann die Schwuchtel. Sie hat meist Angst vor Spinnen , tickt aber nicht gleich aus.  Sie nimmt gerne mal den femininen Part und näselt ein wenig , kann Dich aber immer noch ordentlich verdreschen, wenn es drauf ankommt.

Davon noch ein paar Schritte weiter ins Extreme kommt dann die Schwulette. Das ist dann der richtige Spaß mit Schätzchen, Bussi und abgeknicktem Handgelenk. Stockschwul quasi.

*in diesem augenblick komme ich in die rasterfahndung der gesamten christopher street day orga*

Hinzukommen die Drag Queens. Das sind die Olivia Jones` dieser Welt , die zwar schwul, aber so clever sind, das zu ihrem Vorteil in der Showbranche auszunutzen. Da ist die Federboah Utensilie und die bissigste Zyniker- Zunge, die Genetiker sich überlegen können, fest in den Chromosomen verankert. Die können richtig witzig werden.

*erinnere mich an meinen bisher einzigen schwulenbarbesuch mit 19 als mir eine dragqueen zurief: „ach schau, das ist die abteilung jugend forscht….“*

Dann gibt es noch die Transen, kurz für Transsexuelle, die je nach Dispo auch mal den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und seine Schöpfung operativ entfernen lassen.  Lorielle London ist dort grad die neue Offentlichkeitsmitarbeiterin des Monats und wir sehen wozu das führt.

Und dann gibt es noch die Crossdresser.  Das sind Heten, die sich gerne mal wie das andere Geschlecht kleiden. Also auf Deutsch. Der Vaddi, der mal Muddis Schlüpper heimlich anprobiert.  Das geht aber auch offensiv und in aller Öffentlichkeit.

Faszinierend oder?

Als Hetero ist man einfach nur „nicht schwul“. Nicht mal normal kann ich mich nennen, denn das wäre ja eine Diskriminierung der Schwulen.  Als Homo kannst Du Dir also aus einem ganzen Farbmalkasten des Seins Dir Deine Tagesstimmung zurechtmalern und sie vor Dir hertragen. Heute Schwuchtel morgen nur Schwester. Nachts Dragqueen und irgendwann mal Transe. Toll.

Und ich werde als Sturzhete oder Stino bezeichnet.  Absturzhetero oder Stinknormal. Was für eine Ungerechtigkeit. Ich will kein Stino sein. Ich will auch was Besonderes sein, ein Lebens-Chameleon, das sich kleiden und launig sein kann wie es sich beliebt.

Menno….

will auch mal Tunte sein.


PS: an alle Rechtschreibeschwuchteln: Silence, I kill you!





Knut

24 01 2009
Wer erlöst endlich diesen Bären? Seit zwei Jahren vermuten wir, dass deutsche Kinder ein Raubtier in Herz geschlossen haben und der explodierte Absatz von Eisbärbettwäsche und Stofftieren den Zoo und ein paar windige Geschäftsleute reich gemacht haben. Das ist eine Lüge. Es sind keine Kinder. Es waren am Anfang Kinder. Mittlerweile sind es Frauen in der Midlifecrisis ohne Leben und zuviel Zeit. Ein Besuch bei dem dreckigen Pelztier zeigte mir heute, dass man das Elend des deutschen Sozialabstiegs gar nicht bei RTL am Nachmittag suchen muss sondern vor dem Eisbärengehege im Berliner Zoo.
*muss grad denken, dass sich knut fairerweise für ein liebesstündchen vor einem kamin immer noch gut machen würde. als flauschige unterlage*
Knut kaut wehrloses Kissen
Knut kaut wehrloses Kissen

Um ein Tier ein Kissen zerfetzen zu sehen, kommen die Muddis als Gruppe vor das Gehege und begrüßen sich mit  : „Nee die Inge, Dich habe ich ja schon ewig nich mehr hier jesehen.“ Man darf vermuten , dass Inge sich erdreistet hat, Knut 2 Wochen lang für ein bischn Sonnenbaden auf Fuerte im Stich zu lassen und dies unter den Knutmuddis als Sakrileg gilt. An den billigen Resterampe Rucksäcken hängen überteuerte Knuttierchen in Schlüsselanhängergröße. Aber nicht nur eins, sonder 10.

Eine etwas Abseits stehende offenbar mit dem Sozialverhalten abgeschlossene End50igern steht in Pipilotta Ringelsocken und einer schäbigen Jacke vor dem Glaspanzer und murmelt: „Mein Mäuschen!“ Auf Ihrer gesamten Garderobe finde ich 22 Knutbeschriftungen und auf dem speckigen BaseCap ist ein Autogramm vom Thomas Dörflein.

*der pfleger und damit der kerl, der uns das alles mit nuckelflasche und kuscheldecke eingebrockt hat und dafür nun ziemlich früh in die hölle abberufen wurde. wahrscheinlich hat er sich das fegefeuer selber ausgesucht, da es garantiert keine eisbären gibt*
Wer mir nicht glaubt, dem sei das Beweis genug:
Knut Groupie
Dass das „Mäuschen“ bei einer Entfernung der Panzerglasscheibe ihr die Milz mal schön auf links ziehen würde, das ist Nebensache. Es ist ja aber auch zu putzig dieses Pelzknäuel.

*ach guck es hält grad die killertatze ins wasser_ süss*
Lassen wir Psychooma ruhig in dem Glauben, dass Knut sich in Wirklichkeit gerne Samstag Abend auf Ihren Schoß zum Kraulen setzen würde, während sie Erdnüsse und „Wetten dass..?“ geniesst.
Aber von der übrigen Knutfangemeinde erwartet man doch wenigstens den Anschein von Intelligenz. Immerhin wissen sie wie man sich die Hand gibt. Mädels, es ist Samstag. Solltet Ihr nicht draussen auf dem Kudamm sein und die schwer malochten Moneten von Eurem Deppengatten unter die Leute bringen? Shoppen, Prosecco und der Latino Masseur als Nachspeise? Kinners das Leben kann doch so schön pervers sein, warum es denn bitte vor einem zugeschissenen Gehege verbringen?

*zu dieser beobachtung gesellt sich nun eine dame, die es schick findet, dass ich meinem neffen auftrage sich zu entschuldigen wenn er sich durch die erwachsenenwand nach vorne drängelt. „das ist aber nett , die meissten eltern schubsen die kinder noch von sich aus durch“ die frage wie oft sie folglich hier schon zeit verplempert hat beantworte ich mir selber*
Ist bei der gesamten Geldzockerei eigentlich keinem Alt 68er Greenpeaceaktivisten aufgefallen, dass der Bär bescheuert ist? Knut zeigt alle Symptome eines Käfigkollers und einer zunehmenden Psychose. Immer wiederkehrende, schwingende Bewegungen, die keinen Sinn machen und aussehen wie ein von allen guten Geistern Verlassener.

*übrigens macht der löwe 100 meter weiter dieselben bescheuerten bewegungen, nur merkt das keiner, seitdem sie dahin geschrieben haben, dass er gerne mal durchs gitter pisst.  das ist karriertötend für einen tiersuperstar. als mensch kommst du damit vielleicht noch ins dschungelcamp aber als zookattraktion ist man bitte schön weiß, knuffig und plemplem.*
Nur so kann ich es mir erklären, dass ich Zeuge wurde, wie ein einziges kurzes Aufrichten dieses Tieres bei 20 erwachsenen Menschen mit  mindestens 9 Jahren Schulbildung für Ohs und Ahs und hektisches Kamerageknipse gesorgt hat.
Kein Wunder, war ja auch das Spannenste was in diesen 15 Minuten passiert ist.
*überlege mir grad, ob es eisbärenfanatiker gibt, die knutkritiker behandeln wie dänische karikaturisten. bekomme angst, wenn ich an die pranken von Inge und ihren knutgesellinnen denke*
Auf der anderen Seite , wenn ich mir so manchen Mitt 50er auf der Strasse anschaue, ist es da ein Wunder , dass sich die Zielgruppe „Reihenhaus-Muddi“ an einen Eisbären für ein wenig Passion wendet?
Ich habe dennoch Hoffnung für den Psychobären. Neumünstler holt ihn in einer Nacht und Nebel Aktion ab
*denke grad an die Knutaktivistinnen , die sich an den Käfig ketten*
und packt ihn irgendwo hin, wo er was zu pimpern hat. Und wenn nicht, dann gibt es ja immer noch meine Idee mit dem Kaminvorleger.

PS: an alle Rechtschreibefetischisten: Silence – I kill you!




Der Anfang

24 01 2009

Ja ich starte einen Blog. Bin ich denn total bescheuert?

*ärgere mich über die lauten ja! zurufe aus der letzten reihe, klingt nach meiner schwester*

Aber es gibt so viele Dinge , die mir auffallen, wenn ich durch  Berlin so durchstoffwechsle. Und viele gehen nun mal gar nicht. Zum Beispiel:

.

.

*dreck, habe beispiele vergessen, sitze jetzt da mit einen blog ohne inhalt, was mache ich nun. tittenbilder? nee. Was verschenken?

Joah, das zieht immer*

Und deswegen verschenke ich ab sofort symbolisch Knoblauchschokolade an all die Deppen da draussen, die mir mein einfaches, genügsames , kinderloses  Single-Leben mit Ihrem Dasein schwermachen. Alle diese, die Unsinnigkeit, Stillstand, Spießertum und Sorgensucht wie eine Zierde vor sich her tragen. Die ist ihr Waterloo.

*und wenn mir jetzt noch jemand sagt, was genau in waterloo passiert ist, dann weiss ich auch , ob das eben eine gute drohung war oder nur ein abba song.  herjeh, so einfach ist ein blog gar nicht*

Also willkommen liebe Zyniker und Satiriker und Glossenhauer und Ironisten. Let´s be BAD!


*also mir gefällt´s, starker anfang*

PS: an alle Rechtschreibespiesser: SILENCE – I kill you!